Innerhalb der IT-Bildungsoffensive des Kanton St. Gallens unter dem Handlungsfeld «Lernfabrik» und insbesondere im Kontext von “Lean”, “SAP” und Data Analytic ist die Losgrössenoptimierung ein zentraler Aspekt für die optimierte Planung und Terminierung mittels Simulation in einer Smart Factory.
Wie die Komplexitätstheorie zeigt, sind die meisten Losgrössenprobleme schwer zu lösen, obwohl verschiedene Techniken entwickelt und von der Operations Management (OM)-Gemeinschaft eingehend untersucht wurden. Die Herausforderung besteht darin, dass die verwendeten Modelle einfach zu berechnen sind, aber nur einen einzigen Artikel oder eine einzige Produktionsstufe abdecken, ohne Ressourcenbeschränkungen zu berücksichtigen. Darüber hinaus haben die gängigen Losgrössenansätze einen rein lokalen Kostenfokus und berücksichtigen möglicherweise nicht die übergreifenden Unternehmensziele eines Unternehmens. Dies kann zu suboptimalen Losgrössen mit unangemessener Ressourcennutzung und unzureichendem Servicegrad führen.
Die steigende Verfügbarkeit von Informationen über Nachfrage, Anlagenauslastung und Kundenanforderungen sowie kürzere Berechnungszeiten digitaler Technologien entfachen die Diskussion über die Optimierung von Losgrössen und die damit verbundenen Berechnungsmethoden neu. Studierende sollen mithilfe eines Simulationsmodelles und einem Optimierungsansatz ein besseres Verständnis für verschiedene Losgrössenberechnungsmethoden entwickeln, wobei reale Produktionsprozesse und Daten aus der Smart Factory als Lerngrundlage dienen. Damit ist eine enge Vernetzung zu der Realität in den Firmen gegeben.
Die Übungsserie besteht aus zwei Teilen und es wird untersucht, wie digitale Technologien, wie die Diskrete Event Simulation (DES), den Entscheidungsfindungsprozess für Losgrössen und die damit verbundene OM-Konzepte in einem Fertigungsunternehmen beeinflussen können. Innerhalb des ersten Teils erstellen die Studierenden ein Simulationsmodell resp. ein Entscheidungsmodell für die Losgrössenbestimmung. Innerhalb des zweiten Teils werden die Studierenden das Simulationsmodell nutzen, um durch Simulationsexperimente verschieden Losgrössenstrategien anhand deren Performance zu bewerten und entsprechende Learning daraus abzuleiten. Damit wird aufgezeigt, wie ein aktuelles ERP-System hinsichtlich den Losgrössenbestimmungen arbeitet und wo die Schwächen in Bezug zur Losgrössenberechnungen liegen und wie diese mittels der DES angegangen werden können.
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| Version | |||||
| Bloomsche Taxonomy | |||||
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| Anzahl Lektionen | 4 | ||||
| Art des Unterrichts | |||||
| Voraussetzungen |
Teil 1 |
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| Vorbereitungen, Bedingungen |
Simio, Excel |
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| Lernziele |
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| Autor | Rinderer Roger | ||||
| Co-Autor:innen | |||||
| Original-Studiengang |
Wirtschaftingenieurwesen
Mechatronik
Informatik
5. Semester |
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