Interdisziplinäre Modellbildung – Schlaf

Modellbildung, also das Abbilden und Quantifizieren von Zusammenhängen in (komplexen) Prozessen, ist ein universelles Werkzeug, um Systeme und Prozesse jeglicher Art besser zu verstehen und Vorhersagen treffen zu können. Diese Analyse- und Prognose-Fähigkeit ist nicht nur in technisch-naturwissenschaftlichen Disziplinen essentiell sondern unterstützt auch Entscheidungsprozesse, ermöglicht Szenarienplanungen und darauf basierende Optimierungen in der Wirtschaft, in den Sozialwissenschaften, im Gesundheitsbereich uvm. Basierend auf einer gemeinsamen Sprache und Formalisierung schafft Modellbildung eine Brücke zwischen Disziplinen und fördert damit Innovation, Austausch und fundierte Entscheidungsfindung.

Im Pilotprojekt “Interdisziplinäre Modellbildung” sollten die Studierenden der Studiengänge Ergotherapie und Mechatronik in Buchs in einem interdisziplinären Setting das Thema “Schlaf” erarbeiten und den Schlafprozess modellieren. Die Themenwahl erfolgte, weil “Schlaf” ein für alle Studierenden relevanter und vertrauter sowie hochkomplexer Prozess ist, welcher zudem im Rahmen der Ergotherapieausbildung hinsichtlich gesundheitlicher Aspekte genauer diskutiert wird. Somit steuerten die Ergotherapiestudierenden das Anwendungswissen und die Mechatronikstudierenden das Methodenwissen zur Bildung eines vorhersagekräftigen Modells bei.

Umsetzung: HS2025/26

Dozierenden-Team:

  • Ergotherapie: Claudia Lenz, Kerstin Capaul
  • Mechatronik: Claudio Wolfer, Wolfgang Wiedemair, Rouven Christen

Förderung: IT-Bildungsoffensive des Kantons St. Gallen (ITBO)

Metadaten
Version 1
Bloomsche Taxonomy
  • K3 - anwenden
  • K4 - analysieren
Sprache
  • Deutsch
Anzahl Lektionen 5
Art des Unterrichts
  • Übung (ohne Labor/Werkstätte)
Voraussetzungen

Mechatronik: Analysis 1 & 2

Ergotherapie: Statistik

Vorbereitungen, Bedingungen
Lernziele
  • Methoden und Konzepte zur Entwicklung einfacher System- und Prozessmodelle verstehen.
  • Operationalisierung von Einflussfaktoren auf und Auswirkungen von Schlaf
  • Qualitative Modellbildung durch Identifikation von Zusammenhängen, deren Richtung und Einfluss (pos/neg)
  • Quantitative Modellbildung basierend auf Verknüpfungsparametern aus Erfahrung, Abschätzung und Literatur
  • Erstellen eines systemischen Schlafmodells mit einer intuitiven Modellierungsplattform (InsightMaker)
  • Analyse von Schlafszenarien und deren Auswirkungen anhand der Modelle
Autor Wolfgang Wiedemair
Co-Autor:innen
Original-Studiengang Mechatronik
3. Semester
Dateien
Zip-Datei 4158 (Typ: application/zip)

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