11.3 WN Beteiligung – Verständnis und Formen

Mit dem Begriff «Beteiligung» sind vielfältige Erwartungen und Ansprüche, Verständnisse und Formen verbunden. Beteiligung beinhaltet prinzipiell die selbstbestimmte Teilhabe der Menschen an Entwicklungen, Handlungen und Entscheidungen, die sie betreffen. Für die einen ist Beteiligung die Information über Entwicklungen und Planungen in der eigenen Gemeinde. Für Andere fängt Beteiligung erst dann an, wenn Menschen mitreden oder mitentscheiden können. Für die einen ist die Abstimmung über einen Gestaltungsplan zum Dorfzentrum Beteiligung. Für andere, nicht stimmberechtigte Gruppen, die den Platz nutzen, ist es das nicht. Was Beteiligung bedeutet, ist nicht einfach so zu definieren, sondern abhängig von Perspektiven, Erwartungen, Kontexten etc. Der Begriff «Beteiligung» steht in diesem Wissensnugget gleichbedeutend mit «Partizipation». Mit diesem Wissensnugget «Beteiligung» soll der Beteiligungsbegriff strukturiert erschlossen werden. Bearbeitet werden unterschiedliche Beteiligungsverständnisse, Unterschiede formeller und informeller Beteiligungsverfahren sowie von Top-down und Bottom-up Beteiligungsansätze, verschiedene Beteiligungsformen, Herausforderungen von und Qualitätskriterien für Beteiligungsprozesse.

Metadaten
Version
Bloomsche Taxonomy
  • K2 - verstehen
  • K3 - anwenden
  • K4 - analysieren
  • K5 - synthetisieren
Sprache
  • Deutsch
Anzahl Lektionen 4
Art des Unterrichts
  • Vorlesung
Voraussetzungen

Das Wissensnugget Beteiligung knüpft inhaltlich an das Wissensnugget zu Governance/Entscheidungsprozesse in Gemeinden an.

Vorbereitungen, Bedingungen
Lernziele

Die Studierenden können …

  • Inhalt und Bedeutung des Begriffs Beteiligung verstehen.
  • die unterschiedlichen Beteiligungsverständnisse in verschiedenen Disziplinen erläutern.
  • den Unterschied formeller und informeller Beteiligungsverfahren benennen und an konkreten Beispielen beschreiben.
  • die Unterschiede von Top-down und Bottom-up Beteiligungsansätzen beschreiben sowie die jeweiligen Eigenschaften beurteilen.
  • die verschiedenen Beteiligungsformen verstehen und diese mit Anwendungsfällen erläutern.
  • die Herausforderungen von Beteiligungsprozessen in räumlichen Entwicklungsprojekten erläutern und anhand eines Beispiels identifizieren.
  • Qualitätskriterien für Beteiligungsprozesse beschreiben und anhand eines Beispiels einen möglichen Beteiligungsprozess entwickeln.
Autor Raimund Kemper
Co-Autor:innen
Original-Studiengang Kein
. Semester
Dateien
Zip-Datei 2742 (Typ: application/zip)

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